Ein Auszug aus einem Buch, dessen Titel mir entfallen ist …

Nicht – Krankheiten

sind definiert als

Prozesse oder Probleme des Menschen, die als medizinisch relevant definiert werden; und das, obwohl es den Menschen ohne diese Definitionen möglicherweise besser ginge.

Umfrage des “British Medical Journals”

Ärzte stimmten ab : Die 20 häufigsten Nicht – Krankheiten

1 Altern 11 Geburt
2 Arbeit 12 Allergie gegen 21. Jhdt
3 Langeweile 13 Jetlag
4 Tränensäcke 14 Unglücklichsein
5 Unwissenheit 15 Orangenhaut
6 Glatze 16 Kater
7 Sommersprossen 17 Penisneid
8 Segelohren 18 Schwangerschaft
9 Graues oder weißes Haar 19 Wutausbrüche im Straßenverkehr
10 Hässlichkeit 20 Einsamkeit

Der Fundus der angeblichen Krankheiten ist inzwischen auf 30.000 Varianten angeschwollen und jeden Tag kommen neue hinzu.

Wie entstehen Nicht – Krankheiten ?

Es beginnt oftmals damit, dass ein Arzt etwas Auffälliges beobachtet haben will. Zunächst sind nur wenige Mediziner von dem neuen Syndrom überzeugt. Diese treffen sich dann zu einer Tagung auf der ein Ausschuss ernannt wird, einen Sammelband herauszugeben, der die Krankheit bekannt machen und das Interesse wecken soll. Jetzt werden auch andere Ärzte auf das neue Phänomen aufmerksam und suchen gezielt nach Patienten, deren Symptome passen könnten. Die dadurch entstehenden Berichte erwecken dann in der Öffentlichkeit den Eindruck, dass die Ärzte tatsächlich eine neue Krankheit entdeckt haben. Auch Menschen, die unter dem angeblichen Syndrom leiden, treiben dessen Verbreitung voran : sie gründen Selbsthilfegruppen und informieren die Öffentlichkeit über ihr Problem. In den Medien erscheinen Berichte, woraufhin die Zahl der angeblichen Patienten weiter steigt.

Dieses Erfinden neuer Leiden ist Ausdruck des Bemühens der Ärzte, für jeden Patienten eine passende Diagnose zu finden.

4 thoughts on “Ein Auszug aus einem Buch, dessen Titel mir entfallen ist …

  1. ……… jetzt weiß ich endlich, warum bei mir so viele “Krankheits-Symptome” vorhanden sind, obwohl ich putzgesund bin!!!!!

    Jetzt gründen wir beide eine Selbsthilfegruppe und reduzieren einfach die Symptome aufs Minimale, brauchen folglich keine Diagnose mehr und sind dann gesund. Wir nennen das “die neue Gesundheitsreform”

    • Ich wäre ja für einen anderen Namen für diese Selbsthilfegruppe. Zum Beispiel “Pumperlgsund” – ein österreichischer Ausdruck :] Oder “Kranksein Verboten !”.

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