In der Weißenbergweingerbweibgerbstraße

Und da gingen wir nun durch das abendliche Wien, Aio, der Typ, auf dessen Teller mehr Salz landet als auf einem äußerst glatteisgefährdetem Gehweg , und ich ,fröstelnd und vollkommen desorientiert (zumindest die Person ohne Y-Chromosom), auf der Suche nach einem Club mit der, wie sich später herausstellen sollte, sehr unpassenden Bezeichnung “Massiv”. Nachdem auf ein Smartphone, auch “überteuerter Untersetzer” genannt, als Orientierungshilfe zurückgegriffen wurde, fand sich besagter “Club Massiv” leichter als die Nadel im Nadelhaufen.

Eintritt gezahlt, Hand abgestempelt, Mantel und Jacke dem noblen “Garderobier” in Combat-Weste überlassen, Getränk geholt. Und was jetzt ?

Ja, was macht man denn in einem Lokal, das kleiner ist als das eigene Badezimmer ?
In einem Lokal, in dem mehrere Bildschirme bizarre (das Wort habe ich nur für dich verwendet, du, der weiß, dass er gemeint ist) pornografische Filme zeigen, in denen maskierte Frauen in Gummianzügen an in Spandex eingehüllten, meerjungfrauenartigen Personen herumfummeln oder Grapefruits über weiblichen Torsi ausdrücken, nachdem sie ihre Besitzerinnen einige Zeit beim Masturbieren bei offener Terassentüre (ja, wer tut denn SOWAS ?) beobachtet haben ?
In einem Lokal, das von Menschen besucht wird, die Weihrauch inhalieren; deren Tanzstil dem epileptischen Zertreten von Ungeziefer, das sich  mit vermeintlicher Lichtgeschwindigkeit bewegt, gleicht; die in die Jahre gekommene Spanner in Latexhemden sind, und sich am Anblick junger, halbnackter Frauen laben; die stundenlang vor dem Feuer (das Club Massiv ist offenbar mit einem Ofen ausgestattet) sitzen und aussehen, als wären sie einem Horror-Adventure-Game entsprungen ?
In einem Lokal, das scheinbar Ex-Friseur-Lehrlinge, die nicht wussten, wie man die Schere richtig hält, als Barkeeperinnen eingestellt hat ?

Richtig ! Man beobachtet das wilde Treiben auf der Tanzfläche, man gibt die zynischsten Bemerkungen von sich, man amüsiert sich über die außergewöhnlichen Darstellungen, die über das LC-Display laufen, man fragt sich, warum der Künstler, wegen dem man eigentlich vor Ort kam, an der Bar sitzt und so UNGLAUBLICH FETT GEWORDEN ist, und man beschließt, den MASSIVe psychische Traumata verursachenden CLUB, nach wenigen Stunden zu verlassen und bald wiederzukommen, weil man sich ja im Grunde ganz gut unterhalten hat.

Auch, wenn sich dieses Bild :

für immer in meine Netzhaut eingebrannt hat.

5 thoughts on “In der Weißenbergweingerbweibgerbstraße

    • Um Himmels Willen – NEIN ! Einmal ganz abgesehen davon, dass ich in so einem “Kleidungsstück” äußerst nach “Pellwurst” aussehen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich die Anschaffung dessen, mit meinem Budget und vor allem meinem Modegeschmack, vereinen lässt.

  1. Hast du den Blogeintrag überhaupt gelesen? Dann wüsstest du, dass Sie sich darüber lustig macht. Wenn man das Bild ansieht dann kann man auch klar erkennen, dass sie niemals so etwas tragen würde. LOL
    Geh zurrück und hol dir Geschlechtskrankheiten.

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