Was mich davon abhält 80/10/10 zu sein

  1. die benötigte Menge an Obst und Gemüse wäre zu teuer
  2. diese Unmenge an Früchten könnte ich nur mit Schwierigkeiten nach Hause transportieren, wenn ich sie so günstig, wie möglich kaufe
  3. ich habe Angst, dass mein Blutzucker spinnt, wenn ich so viel Obst auf einmal esse, was bis zu 15 Broteinheiten entspräche
  4. es würde mich unflexibel machen, ich kann unmöglich Kiloweise Obst mit in die Schule oder in die Stadt/auf Ausflüge mitnehmen

Leute mit 80/10/10-Erfahrung : Entkräftigt meine Argumente ! Wie bekommt ihr das hin ?

***

Artikel zu diesem Thema :

  1. Was 80/10/10 überhaupt ist
  2. Hier geht´s zu meinem 80/10/10-Versuch

11 thoughts on “Was mich davon abhält 80/10/10 zu sein

  1. Bist du Diabetiker?
    Wenn nicht, macht das deinem Blutzucker nichts aus, wie viele BE du futterst. Er wirds wegräumen.

    Ansonsten kann ich dir nicht viel weiterhelfen. Ich futter zwar überwiegend roh, aber nur weil ich das so gern esse und nicht weil ich “811 bin”.
    Für unterwegs nehm ich mir gern eine Dose mit geschnittenem Gemüse und eine Packung Trockenfrüchte oder Nüsse mit (wobei letztere wenn man es genau nimmt ja gar nicht roh sind, die wenigstens Sachen werden ja in Rohkostqualität verkauft).
    Obst kauf ich regelmäßig z.B. auf dem Heimweg von der Uni, dann hat man immer was da und muss nicht so viel schleppen. Um Geld zu sparen studier ich am Sonntag öfters mal die Werbeblätter der umliegenden Supermärkte und Biomärkte und die steuer ich dann gezielt an, wenn es Angebote gibt.

    Für mich stehen aber viele Fragezeichen am reinen rohen Leben. Ich kann mir einfach schwer vorstellen, dass es auf Dauer möglich ist alle Mineralstoffe und Vitamine zu bekommen, wenn man überwiegend Früchte futtert. Da mag man mich aber eines Besseren belehren. Ich muss zugeben, ich hab mich da auch nicht wirklich eingelesen, da mir die ganze Community ein wenig zu sehr auf ihre Nahrung fixiert ist. Und eben darauf, dass das der einzig richtige Weg ist (was ich persönlich nicht glaube).

    • Danke für deinen Kommentar !

      Ja, ich habe Diabetes Typ 1. Genau das mache ich auch, trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass es zu viel kostet.

      Ob man auch alle Nährstoffe zuführt, zweifle ich auch ein wenig an. Wenn ich es ausprobiere, Mängel habe und es mir schlecht geht, mache ich keinesfalls weiter. Das wäre Irrsinn. Dass die Community ihre Methode für die einzig wahre hält, stört mich ebenfalls, das ist mir zu intolerant. Sobald ich anfange, kannst du hier darüber lesen, solltest du interessiert sein :)

    • Das ist deine Meinung, und das respektiere ich.

      Du weißt ja, wie das mit den ganzen, lustigen Ernährungsformen ist : irgendwer probiert was aus, ihm geht es besser (wir lassen jetzt außer Acht, dass er es sich möglicherweise bloß einredet), andere versuchen es, selber Effekt, es verbreitet sich im Internet und so weiter. Ich weiß für mich, dass es mir beim Genuss von hauptsächlich Obst und Gemüse viel besser geht, als äße ich zum größten Teil Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse.

  2. Hey Katharina,

    da ich mit “80/10/10” so gut wie gar nichts anfangen konnte/kann, hab’ ich mal angefangen zu recherchieren und bin dabei auf ein Blog namens “Rohe Lust” gestoßen. Ok, ich hab’ es nicht von vorne bis hinten durchgelesen, aber das, was ich gelesen habe, irritiert mich schon sehr – insbesondere dieser (http://rohelust.blogspot.de/2011/11/hunger-801010-und-affen.html, u. a. über Diabetes) und dieser (http://rohelust.blogspot.de/2012/04/erkenntnisse-der-woche.html#comment-form, u. a. über Magersucht) Beitrag.

    Wenn dem so ist, dass bei dieser Ernährungsform Tierliches “erlaubt” ist, ist sie zwar für mich indiskutabel, trotzdem wüsste ich gern mehr darüber bzw. was Du bzw. andere Veggies von dem Blog bzw. den zitierten Beiträgen bzw. deren Inhalt hältst bzw. halten …

    So, das waren jetzt 5 “bzw.s” :-)

    Viele vegane Grüße, PD

    • Was denn nun mit 80/10/10 gemeint ist, habe ich dir in diesem Kommentar zusammengefasst.

      Die beiden Artikel auf rohelust.blogspot.de habe ich mir nun durchgelesen. Zum ersten, der sich mit 80/10/10 und Diabetes auseinandersetzt : Nachdem ich gestern und die drei Tage davor 80/10/10 ausprobiert habe, davon aber wieder weg bin, kann ich, was sie dazu geschrieben hat, nur bestätigen. Innerhalb dieser Woche erstatte ich noch Bericht von meinem 811-Versuch, da schreibe ich dann mehr zum Thema.

      Bezüglich Magersucht und anderen radikalen Ernährungsformen, mit denen in den meisten Fällen ein extatisches Hochgefühl miteinhergeht, kann ich wieder nur zustimmen. Ich kenne diesen Zustand zu gut.

      Ich hoffe, dieser Kommentar ist einigermaßen zufriedenstellend. Wenn nicht, bitte ich um präzisere Anfragen :)

  3. Wie ernährt man sich genau bei dier 80/10/10 Ernäherung?
    Hab irgendwie keine wirklich genaue Erklärung gefunden.
    Heißt das 80% Rohkost?
    Ich bin da allgemein etwas skeptisch. Es mag viele Gegenbeispiele geben, aber ich seh da keinen wirklichen Vorteil.

  4. Das Blutzucker-Argument wird drüben bei Fruchtzahn entkräftigt. Es gibt auch irgendein Youtube-Video mit einem Selbstversuch. Blutzucker auf nüchternen Magen getestet, und dann eine Stunde nach einem unglaublich großen Obstsmoothie (mit viele Bananen). Ergebnis: Blutzucker wieder im nüchternen Bereich.
    Kennst du Kristina Carrillo-Bucaram? Sie hatte eine Vorstufe von Diabetes und fast ihre gesamte Teenagerzeit in Krankenhäusern verbracht. Kein Arzt konnte ihr helfen, und sie hat es aus Verzweiflung mit 811 versucht. Und? Heut ist sie gesund.

    Du kannst alles Zucker der Welt essen, wenn es aus natürlichen Quellen in Kombination mit Ballaststoffen stammt. Macht nichts. Problematisch wird es nur, wenn du zu viel Fett futterst. Dann schafft es der Zucker nicht aus dem Blut in die Zellen … die Bauchspeicheldrüse sendet Massen an Insulin, und Candida-Bakterien werden sich vermehren.
    Argument aller 811-Anhänger also: Fett ist der Feind.

    Was deine anderen beiden Argumente betrifft: 80/10/10 geht auch, wenn man nicht vollkommen roh ist. Als Transition wird das sogar empfohlen. Reis mit Gemüse ist 811, Glutenfreie Nudeln mit Tomatensoße ist 811, Müsli ist 811, Kartoffeln mit Blumenkohlsoße ist 811 usw. Alles natürlich nur, wenn man es auch möglichst fettfrei zubereitet.

    • Was die Kombination “Diabetes+80/10/10” angeht, fand ich sogar ein paar Videos, allerdings beantwortete keines davon die Fragen, die ich hatte. Ich weiß nur, dass die Diabetiker viel weniger Insulin benötigten. Das habe ich sogar schon bei mir selbst festgestellt. Wenn ich überwiegend Früchte futter, merke ich auch, wie ich weniger Insulin brauche. Gut, dann mache ich mich einmal über Kristina Carrillo-Bucaram und den Blog von Fruchtzahn schlau, danke für die Tipps !

      Du hast ja auch mit einer Transition begonnen, nicht ? Machst du da noch weiter ? Wie fängt man am Besten an ? Wie viel Fett soll ich essen ? 1 EL Leinsamen reicht ? Oder soll ich einfach deine Blogposts nochmal lesen ? (:

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