Frau Weltmacht auf der BioFach Nürnberg

Das Hotel war dank VerdummungsmaschineNavigationsgerät schnell gefunden. Als gelernter Veganer gleich mal nach Sojamilch gefragt und über die Antwort mehr als erstaunt gewesen. “Aber natürlich haben wir Sojamilch, vor allem jetzt, wo die BioFach stattfindet !”.
Eine Sorge weniger.

Michael und ich ließen den Abend mit einem Spaziergang durch die Nürnberger Innenstadt und im Kaffee Klatsch, das mit seinem 50er/60er Jahre-Flair besticht, ausklingen. Auch das Rotlichtviertel durchstreiften wir mehr oder weniger unfreiwillig.
Nachts fiel ich nach einer angefangenen Munchkin-Runde (ich erinnere mich, auf Level 3 aufgestiegen zu sein) regelrecht ins Bett.

Zum Frühstück bahrte man uns neben Nürnberger Würstchen, Rührei und Mettwurst auch die versprochene Karaffe Sojamilch, frisches Obst und Gemüse sowie Sojaflocken und reichlich Gebäck auf. Eine Stunde und vier Tassen Kaffee später ging es dann mit der U11, die direkt am Messe-Hotel entlangläuft, zur BioFach 2013.

Es erwarteten uns acht gut gefüllte Messehallen. National und international, die Schwerpunkte lagen auf Lebensmittel und Verpackung, wie sich später herausstellen sollte und mit Samples ging man sparsam um.
Das wunderte mich, denn, wäre ich ein Großhändler, interessierte mich, wie die Produkte, die ich an den Kunden bringe, schmecken. Gut, hier spricht auch der Schnorrer in mir, trotzdem leuchtet es ein, dass man probiert, ehe man Lieferverträge unterschreibt.

Wirklich relevant für uns war nur etwa einer von zehn Ausstellern. Trotzdem sind wir von 9h bis 16h durch die Hallen gewandert. Viel gesehen, viel gelogen, viel gekostet. Was soll ich sagen, ich war fertig.

Tag Nummer zwei ging ich ein weiteres Mal mit vier oder fünf Tassen Kaffee an.
Ich blieb dieses Mal nur bis Mittag auf der BioFach, den Rest der Zeit bis 16 Uhr, wo wir wieder in die Stadt aufbrachen, verbrachte ich damit, zu schlafen und Zahnseide zu kaufen.

Weil ich es mir notiert hatte und in der Nähe des Kaffee Klatsch, wo im Gegensatz zu letztem Mal einen Tisch reserviert hatten, damit wir nicht mehr an der Theke sitzen mussten, machten wir noch einen Sprung zum Asia Food-Center in der Fürther Straße 40. Bitte >nicht< aufsuchen. Es ist schäbig und hat außer ein paar alten Lebensmitteln aus dem Orient rein gar nichts zu bieten. An diesem Abend gewann ich die Munchkin-Runde. Michael half mir, die laufende Nase zu besiegen und schnitt sich somit ins eigene Fleisch.

Wer sich nun fragt, wo die Fotos sind, den muss ich enttäuschen. Auf der Messe waren für Nicht-Reporter nur Handyfotos erlaubt, so ließ ich die Kamera im Hotelzimmer und nahm sie auch nicht auf die Streifzüge durch die Altstadt mit. Aber im Internet finden sich genug Bilder von Nürnberg, für diejenigen, die es interessiert, wie die Stadt aussieht.

Wartet, ein Bild habe ich. Es zeigt, welche Süßigkeiten in Riegelform ich während meinem Aufenthalt in Deutschland verputzt habe. Ich mag es, Verpackungen besonderer Sachen aufzuheben.

nurnbergsweets

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