Wie man seinem Omnivoren einen Bären aufbindet

1. Entdecke im Supermarkt einen neuen Sojayoghurt in seinem Lieblingsgeschmack und nimm ihn mit. Lass dich aber nicht beim Diebstahl erwischen.

2. Stelle fest, dass nirgends auf der Packung “Soja” steht, außer kleingedruckt bei den Zutaten und sei dir sicher, dass er die Marke “alpro” nicht kennt.

3. Setz ihm den Yoghurt vor und warte auf seine Reaktion.

4. Es schmeckt also ? “Lass mich auch mal probieren.” – “Darfst du das denn, da ist Milch drin …” Grins ihn verschmitzt an und entlüfte das dunkle Geheimnis des veganen Yoghurts.

5. Sieh ihm stolz dabei zu, wie er den Becher leert und Stunden danach noch satt ist. Muss wohl am Fett liegen. 5,9 g auf 100 geht in die Substanz.

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Massig Fett und viele gute Sachen in dem Yoghurt. Man beachte Aroma und natürliches Aroma. “Ghupft wie ghatscht” sagt man hierzulande.

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Ein leeres Becherchen.

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3 thoughts on “Wie man seinem Omnivoren einen Bären aufbindet

  1. Allein schon die Zutatenliste würde mich das wieder in das Kühlregal stellen lassen. Glukose-Fructose-Sirup ist stark diabetogen und Sinn und Zweck ist alleinig billigere Süße als mit normalen Zucker in das Produkt zu bringen. Außerdem kennt kaum einer die Diskussion um Glukose-Fructose-Sirup. Ich finde es erschreckend, wo überall das drin ist und meide solche Produkte.

    Dann Emulgatoren! Das braucht keiner wirklich zu essen. Dann lieber einen Apfel oder Banane. Emulgatoren verändern Moleküle so, das nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie nicht für die vielen Allergien mitverantwortlich sind. Emulgatoren sollen das Produkt konsistener erscheinen lassen. Ich meide Produkte, wo so etwas drin ist.

    Dann Aromen. Ist überhaupt das Hauptkennzeichen von reiner chemischer Nahrung. Habe den Selbsttest gemacht. Nahrungsmittel, denen Aromen beigefügt sind, esse ich um einen Faktor 3-4 mehr. Von meinem unaromatisierten Joghurt lebe ich eine Woche, jeden Tag 3 Löffel! Wären da Aromen drin, würde die Portion einen Tag halten. Es sind also in erster Linie Appetitanreger, die einen mehr essen lassen, als der Körper wirklich braucht.

    In meinen Augen in das pure Chemie. Meine Kritik am Veganismus ist, dass hier versucht wird Fleisch, Milch zu imitieren. Das geht aber nur über einen Chemiecocktail, was aber in meinen Augen alles andere als gesunde Nahrung ist. Ich versuche möglichst natürliche, unverarbeitete Nahrung zu essen.

  2. Obwohl ich mich meinem Vorkommentator im Punkt des gesundheitlichen Aspekts übereinstimme (ich vermeide auch grundsätzlich industriell verarbeitete Lebensmittel), finde ich einen anderen Aspekt an dem Post seeeehr interessant: Omnivoren tun auch meiner Erfahrung nach immer so, als sei veganes Essen per Gesetz ekelig und widernatürlich. Ich habe auch einen Omnivoren im Haus, der mir bei mehr und mehr Gerichten, deren Zutaten er nicht kennt, zugestehen muss, dass das doch alles (wider Erwarten!) ziemlich lecker ist. Und ob ich das denn nicht noch einmal machen könnte…? ;)

    • Haha, ja das hast du gut beobachtet. Bei uns in Österreich gibt es ein Sprichwort : “Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht”, das kommt mir immer in den Kopf, wenn irgendwer sich nicht traut, auch mal was Veganes (Neben Brot und Obst) zu kosten. Als würde den Leuten der Bauch explodieren ;)

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