Nicht noch ein Jubiläumsposting

anniversary

1 JAHR UND 1095 TAGE FOODANDBLOOD – EINE RETROSPEKTIVE

Diese Woche wurde mir bewusst, dass dieser Blog schon 4 Jahre alt ist und da habe ich mir gedacht, ich schaue mir mal meine alten Postings an. Bis April 2013 bin ich daweil gekommen. Teenie-Gelaber, Möchtegern-Zeugs und grausliches Essen. Ein schöner Rückblick.

Ganz zu Beginn, daran kann ich mich noch gut erinnern, hat mich die Hoffnung verlassen und ich began an mir zu zweifeln. Meine Gedanken habe ich auch meinen wenigen Lesern mitgeteilt, und bekam positives Feedback und konstruktive Kritik, die mich wieder aufgebaut haben. Mittlerweile ist es mir aber gar nicht mehr wichtig, tausende Leser und Abonnenten aufführen zu können, sondern ein paar treue Seelen glücklich zu machen und meine Kreativität auszuleben und einen Ort zu haben, an dem ich meine Gedanken loswerden kann.

Genug der Gefühlsduselei, für heute habe ich mir einige lustige Dinge einfallen lassen, los geht’s.

TOP TEN POSTINGS

  1. Der Dobermann
  2. Pflanzenmilch kauft man nicht
  3. Sojasahne
  4. Veganer Frischkäse
  5. Ein komplett misslungener 80/10/10 – Versuch
  6. Medium Carb Zirtonenkuchen
  7. Veganer Cashew-Käse
  8. Veganer Feta
  9. Veganer Topfen/Quark
  10. Der Selbermacher-Post

War ja klar, dass der Dobermann auf Platz 1 gelandet ist, dicht gefolgt von einem ganzen Haufen an veganen Alternativen zu Milchprodukten, die man sich selbst machen kann. Und zwischendurch nochmal ein Negativbericht zum 80/10/10-Lifestyle.

Beim Durchstöbern der Begriffe, die Leute in Suchmaschinen wie Ecosia, Google und Co eingegeben haben um diesen Blog mehr oder weniger zufällig zu finden, stachen mir folgende schwarze Schafe ins Auge. Diese habe ich 1:1 übernommen, Rechtschreib- und Grammatikfehler inbegriffen.

  • kleinkinder vaginas nackt
  • nakte frauen wo man die wagina und brüste sieht im alter von 16 jahren
  • hündin ficken
  • erwachsene penise wo man den erwachsenen auch siet von einem manschen
  • zwei zehn jährige mädchen lutschen an ihrer scheide rum
  • ficken in gummianzügen
  • porn fetish food
  • cameltoe in der arbeit
  • hardcore nymphoman zirkus
  • Und der Klassiker : hentai tentakel monster

Das entsteht, wenn man quer durch zig verschiedene Artikel Tags wie nackt, frau, brüste, vagina, kleinkinder, hündin völlig unabhängig voneinander einfügt. Sick People.

TOP RANDOM SEARCH TERMS

1. “frau aus mett” – Miss Piggy zählt auch

mett_frau

2. “poster auge aus menschen”

Soll wohl das hier sein.

3. “döner in dosen”

doener_dose

4. “20-jährige regenbogenmaschine”

regenbogenmaschine

Könnte auch auf dieses Video verweisen. Mehr zu Saturday Night Fever kann man hier lesen.

5. “ergometer vorher nachher”

ergometer_vorher_nachher

Zu den letzten beiden wollte ich keine Bilder suchen, sonst wird mir noch der Account gesperrt :

  • katze im keller einsperren
  • bittermandelaroma auf brustwarze

DIE LOWLIGHTS

vegan_mofo fullmetaljacket 1234_comments 1337_hits*Letzeres weil 1337/LEET und so

TOP COMMENTERS

  1. Ines
  2. SalieriC
  3. Miss Viwi

FUN FACTS

  • 12,567 Spam Comments wurden hier bereits zu Buche getragen und gelöscht
  • Dieser Blog verdankt seinen Namen der Tatsache, dass ich Diabetes habe und einen Kochblog mit einem außergewöhnlichen Namen wollte
  • Auf meiner Festplatte befindet sich ein 1,4 GB großer “WordPress-Ordner” mit allerhand Notizen, Ideen, Bildern, Scans von Zeitschriften und Co, der gesamt aus etwa 1000 Dateien besteht und es kommt immer mehr dazu. Hat jemand Ideen, wie man das alles am besten “abarbeitet”, soll ja schließlich auch mal weniger werden ?

Veggieplanet Salzburg – Ein Nachtrag

Zum Zeitpunkt des Verfassens des folgenden Textes war ich enttäuscht, zynisch und angriffslustig, deshalb habe ich mich bewusst dazu entschlossen, noch abzuwarten, bevor ich den Erlebnisbericht online stelle. In Wirklichkeit vergaß ich darauf.

Die Zeit, die inzwischen verstrichen ist, hat eine objektivierende Distanz zwischen mir und besagtem Tag auf der Messe geschaffen, trotzdem lasse ich das Niedergeschriebene unverändert und mache nur im Vorhinein ein paar Anmerkungen, die ihm hoffentlich die Härte und den Wind aus den Segeln nehmen.

Nach der riesigen Biofach in Nürnberg hatte ich wohl zu hohe Erwartungen an die Veggie Planet gesetzt und daran zu denken, was für ein Aufwand hinter ihr steckt und was es für ein enormer Fortschritt ist, dass überhaupt eine vegane Messe in Österreich veranstaltet wird, wo es vor einigen Jahren nicht einmal Tofu im Supermarkt zu kaufen gab, von einer Produktpalette, ausgerichtet auf tierleidfreie/eindämmende Ernährung ganz zu schweigen, wäre mir damals, in meinem Groll sicherlich nicht in den Sinn gekommen.

Es steckt viel Potenzial in diesem Event, das in den nächsten Jahren sicherlich mehr genutzt wird und vielleicht haben wir schon bald eine ganze Halle der Messe Wien voll mit Vegan-Content . Ohne Eso-Schwurbeleien.

Frau Weltmacht auf der Veggie Planet Salzburg (16.-17.3.2013)

Dieses Wochenende wurde einmal wieder unter Beweis gestellt, was sich alles “Messe” nennen darf. Es geht um die Veggie Planet, die gleichzeitig mit der Paracelsus-Gesundheitsmesse in Salzburg stattfand.

Nachdem man stolze 12 Euro für ein Tagesticket hingeblättert hat, erhascht man auf dem Weg zur kostenfreien, auf geschätzte zehn Besucher eingestellten Garderobe, einen kleinen Blick auf die Ausstellungshalle. Dieser reicht beinahe aus, um alles gesehen zu haben. Wer sich nun traut, zwischen den offenbar nach dem Feng Shui der Eichhörnchen angeordneten Ständen umherzuwandern, darf sich zwar zahlreicher Kostproben erfreuen, doch die großen Novitäten blieben aus. Die EsoterikGesundheitsabteilung gleicht einem einzigen Kuriositätenkabinett.

Menschen werden von einem selbsternannten indischen Priester brutalst zusammengeschlagen, das aktiviert die Selbstheilungskräfte. Tut es auch, spätestens, wenn der Gips drauf ist. Magische Pendel, Lustige Anhängerchen, ätherische Wunderessenzen und dergleichen werden zu astronomischen Preisen an die Glaubensanhänger gebracht. Denn wer will denn nicht die Erleuchtung finden, unsterblich werden, Superkräfte erlangen oder endlich all die verlorenen Socken in der Waschmaschine finden ?

Mit Microsoft Word erstellte Infobroschüren, geschrieben in der allseits beliebten Font “Comic Sans MS“, die nur so vor verpixelten Stock-Bildern strotzen, liegen in millionenfacher Auflage auf den Tischen und warten darauf von leicht Manipulierbaren gelesen zu werden, in der Hoffnung, dass man die Workshops und Kurse bucht, die den nächsten Thailand-Aufenthalt der Scharlatane finanzieren. Das einzig Tröstende war die Tatsache, dass weder versucht wurde, einem was aufzuschwatzen, noch zwang man uns zu bleiben. Vielleicht lag es auch an unserer AuraAusstrahlung und an den ablehnenden Schwingungen, die von meiner Wenigkeit ausgingen.

Jetzt habe ich noch kein Wort über die Pflanzenmesse verloren. Nachdem wir ein paar Aussteller passiert hatten, standen wir auch schon beim Vortragsplätzchen. Für eine richtige Bühne hat wohl das Budget nicht gereicht. Da sprang einem auch schon die Vortragende, die während der Rede ihr Kind stillte, ins Auge. Chapeau !

In die Showküche stellte man die wortgewandte Heather Mills. Nach den Sätzen “Now we need some Knoblauch” und “Roasting the Knoblauch until it turns translucent” fiel es ihr wieder ein und sie addete schließlich the garlic. Alexander bekam nach der Aufregung Hunger und zeigte sich mir mit meinen Bananen gegenüber solidarisch und besorgte sich ebenfalls Essbares. Seine Wahl fiel auf einen veganen Fünf-Euro-Döner bei Makam. Nachdem er zu zwei Dritteln fertig war, fand er endlich die Seitan-Füllung, die sich, wenig, wie sie war, im hintersten Eckchen versteckt hatte. “So viel wie reingeht” ließ er beim Ordern anmerken.

Nach diesem einstündigen Aufenthalt verließen wir die Messe. Fest entschlossen, nie wieder zu kommen. Statt weiter kostbare Zeit zu vergeuden, begannen wir, quer durch Salzburg zu laufen, Berge zu erklimmen, Parkhäuser zu besichtigen, Tee zu trinken, Toiletten aufzusuchen, in die Salzach zu schauen und trotz Kamera im Gepäck, kein einziges Foto von der kleinen Stadt im verschneiten Gebirge zu machen.

veggieplanetsalzburg2013