Announcement und Leser-Umfrage : Vegan-MoFo

Cara hat es geschafft, mich dazu zu bewegen, beim diesjährigen Vegan Month Of Food mitzumachen. Und jetzt habe ich viel zu viele Ideen im Kopf, unter welchem Motto mein Mofa MoFo laufen soll. Also bin ich so frei und überlasse die Entscheidung euch. Die Umfrage läuft ab heute drei Tage.

Zur Auswahl stehen :

  • Betty Crocker – Rezepte
    http://www.bettycrocker.com hat mir Alexander gezeigt. Die Rezepte sind unglaublich inspirierend. Für den MoFo süchte ich 25 Rezepte raus, die ich allesamt veganisieren würde.
  • Kopierkatzen-Rezepte
    Eingedeutscht von “copycat”, was so viel wie “Nachahmer” bedeutet. Soll heißen, ich schnappe mir 25 Fertigprodukte (vom Tofuwürstchen bis zum veganen Doppelkeks) und versuche mich ein weiteres mal am Selbermachen.
  • Healthy-lized Recipes
    Unter diesem Leitsatz entstünden “healthy versions” von 25 diätfreien Gerichten (Süßkram inbegriffen)
  • Medieval/Celtic Food
    Hier bedarf es hoffentlich keiner weiteren Erklärung
  • Low Cal-Cupcakes
    Dito.
  • Sims 3 Rezepte
    Ja, im Ernst. Mit diesem Thema würde der MoFo aus nachgekochten Sims 3-Rezepten bestehen. Auch, wenn die in den meisten Fällen unspektakulär ausfielen.

Und jetzt stimmt endlich ab, Leser !

Mittelaltermärkte

Neben dem Zirkus und den Asia Wochen bei McDonald’s, ist der gemeine Mittelaltermarkt eine der unvegansten Veranstaltungen, die in unseren Breitengraden bekannt ist.

Könnt ihr euch noch erinnern, wie ich mich vor einem Jahr darüber ausgelassen habe ? Vor Kurzem war es für mich einmal wieder so weit einen solchen aufzusuchen. Meine Wahl fiel auf den Dürnkrut, an der slowakischen Grenze. Besonderer Initialgeber zum Besuch dieses Marktes war ein guter Freund von mir, der regelmäßig Gothik-Klumpert und Zeugs dergleichen auf Happenings dieser Sorte verkauft. Es fasziniert mich immer wieder, wie gut Sachen, wie Bilder von selbstverstehend wunderschönen und idealisierten, gefährlich dreinblickenden Vampir-Ladies oder exorbitanten, voller Macht strotzdenden, uneinnehmbaren Drachen oder wie Edward glänzende SLOs (sword like objects), die man realistisch gesehen, nicht zum Austragen epischer Kämpfe gegen den Nachbarn, der sich immer über die Dauerbeschallung mit cooler Musik, die er liebevoll “eine Katze gegen eine Mülltonne schlagen und mit Brecheisen den Kleinwagen demolieren” nennt, beschwert, sondern lediglich als Brieföffner oder zum Rücken kratzen verwenden kann, bei dunkel gekleidetem, jungen Publikum ankommt. Wo wir schon bei realistisch sind, “authentisch” darf man ja nicht sagen, …

Nachdem ich nun sehr vom eigentlichen Thema dieses Artikels abgeschweift bin, besinnen wir uns nun für einen kleinen Moment.

Mittelalterliche Veranstaltungen gehören wohl zu den unvegansten überhaupt. Das fängt schon bei den unzähligen Insekten, die bei der Autofahrt zum Ort des Geschehens umkamen, als sie mit einem Karacho, wie man es vom Winter Sale kennt, gegen die Wind- und somit auch Insektenschutzscheibe prallten, an. Du trittst durch das Stargate imaginäre Portal in eine andere Zeit (sofern man die Großfamilien mit Kinderwagen und die eben erwähnten Gothics außer Acht lässt) und wirst mit Kleidung, Schuhen und allerhand Items aus Tierhaut, bevorzugt vom Rind, konfrontiert. In ganz schlimmen Fellen Fällen mischt sich auch Pelz darunter oder eine Tasche, deren Entdeckung ich an besagtem Tag in Dürnkrut machte, an deren Vorderlasche der Skalp eines Fuchses appliziert war. Wieso mein Gehirn hier eine Assoziation mit Lollypop Chainsaw, dem Videospiel, dessen Protagonistin stets den abgetrennten Kopf ihres (Ex)Freundes mit sich trägt, ist mir schleierhaft.

Soviel dazu.

Woran die Verkäufer unbedingt arbeiten müssen, sind die Preise, um die sie den aus China, Taiwan und Indien importierten, gerne von unterbezahlter Kinderhand gefertigten Plunder, an den ahnungslosen, bemühten Vater, der seinen lieben Kindern zur Abwechslung zu den ganzen “Tu dies nicht-Tu das nicht-Fass das nicht an”s eine Freude machen möchte oder die vom fünfzehnten Jahrhundert faszinierte junge Dame, die keinen blassen Schimmer vom Handwerken (“Selbermachen” habe ich hier zwecks Zweideutigkeit weggelassen) hat und sich einbildet, auf Gewandungen aus quasi erster Hand vom Markt angewiesen zu sein, verschärbeln. Von welcher Habgier oder finanziellen Nöten muss ein Mensch heimgesucht werden, um einen Fetzen, nach original Schnitt aus dem 14. Jahrhundert, der gerade mal 5 Euro wert ist, um das zehnfache anzupreisen. Brächten sie die Stellplatzgebühr nicht mehr auf ? Nägten sie ohne diesem kleinen Zusatzverdienst am Hungertuch ? Rentierte es sich nicht viel eher, günstig und somit frequentierter zu verkaufen. Beim nächsten Mal frage ich einfach.

Senf am Sonntag over and out.

Mittelalter ? Metal, Alter

Wie gestern schon erwähnt, besuchte ich heute das Mittelalterfest in Eggenburg. Gleich vorab : Bilder folgen.

Natürlich hat jeder das Recht, anzuziehen, was er will, aber in voller Metal- oder Gothic-Montur auf einem Mittelalterfest zu erscheinen geht mir zu weit. Ist das denn authentisch ? Nein, sicher nicht ! Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Menschen damals Kilts in Kombination mit einem Equilibrium-Shirt und Springerstiefeln oder tiefschwarze, pompöse mit Spitze und Was-weiß-ich-noch-allem versehene Kleider getragen haben. Da sollen sie lieber in legererer Alltagskleidung erscheinen.

Und mein Design ist neu. Ich will mein eigenes machen ><