Die Pizzeria Anarchia ist nicht geblieben

pizza_bleibtDer 28. Juli 2014 war der Tag, an dem das bekannteste besetzte Wohnhaus Wiens, zumindest, seit man es in Zeitung, TV und Radio ankündigte, geräumt wurde.

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Gute Hintergrundinformationen liefert dieses Kurzvideo auf der Vice-Webseite und auch der Standard hat selbstverständlich einen Artikel dazu parat, in der Kommentarsektion trifft man gemischte Gefühle und die üblichen Korinthenkacker an.

Die Medien sprachen von 1.700 Polizisten im Einsatz. Sicherlich nicht auf einmal. Und das wegen ein paar Leuten, die einfach nur bleiben und gegen dreiste Delogierungen protestieren wollen.

Wie auch auf dem Blog der ehemaligen Pizzeria Anarchia zu lesen, hat die Bewegung gegen Gentrifizierung lange nicht aufgegeben. Es sind bereits wieder einige Demos “für die Nutzung leerer Räume und ein selbstbestimmtes Leben” angekündigt.

Statt dass gegen die Hausbesitzer vorgegangen wird, räumen sie das Gebäude in einem Polizeigroßeinsatz. Und das, obwohl jeder weiß, wie es um die Wohnsituation in Wien steht. Mit dem Immobilienhandel haben sich zahlreiche Unternehmen ein gutes Standbein gefunden. Als Anlage versteht sich.
Denn das funktioniert fast überall so, dass Mieter von Altbauwohnungen hinausgeekelt werden, das gesamte Wohnhaus einer Generalsanierung unterzogen wird und dann, Pfusch hin oder her, das vielfache des ehemaligen Mietpreises verlangt wird. Wenn das in der ganzen Stadt passiert, haben wir den Salat.

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Dieser Artikel des Kuriers zeigt ein gutes Beispiel für die Vorgehensweisen der hiesigen Wohnhauseigentümer auf. Unerklärliche Hausbrände, Müll, der nicht abgeholt wird, Gas- und Wasserleitungsgebrechen, die nicht behoben werden. In anderen Fällen, werden Schlösser ausgetauscht, Umbauarbeiten in der Wohnung angefangen, aber nicht abgeschlossen, wie etwa das Ausheben des Fußbodens oder unangekündigte Kontrollbesuche.

Wer meint, bei der Stadt Wien, also Wiener Wohnen sei man gut aufgehoben,, der werde eines Besseren belehrt : Bei Gemeindebauten gibt es für Anwärter zwei bis fünf Jahre Wartezeit bis sie einziehen können. Und selbst da sehe ich in letzter Zeit einen aufsteigenden Trend was das Erhöhen von Mieten und Pfuschen bei Sanierungsarbeiten angeht.

Eigentlich ein guter Tag für alle organisierten Verbrecher und Kleinkriminellen Wiens. Wenn der Großteil aller Polizisten in der Mühlfeldgasse beschäftigt ist, oder sich gerade vom Einsatz dort bei Kaffee und Mehlspeis’ erholt, ist der perfekte Zeitpunkt zuzuschlagen.

Ob es nun ums Ausrauben eines Juweliergeschäftes ist, der klassische Überfall in der Post und der Bankfiliale oder alten Semestern die Wertgegenstände aus der Wohnung zu räumen, man hätte meinen können, am 28. Juli kamen alle auf ihre Kosten.

Wenigstens ist die Politik jetzt bereit, darüber nachzudenken, etwas zu verändern. Vorsichtig gesagt.

[1] http://diepresse.com
[2] http://www.lebensmittelfotos.com

Fundstücke der Woche #51

Vorbei ist die unvorangekündigte Sommerpause, die auch gar nicht geplant war !

Heute, nach sehr langer Zeit seit den letzten Fundstücken, habe ich nur das Beste vom Besten rausgepickt um es meinen trotzigen Erdenmitbewohnern präsentieren zu können.

Fangen wir mit einem Artikel auf der Standard-Website an. Vorschläge für Wetten, dass … die selbst für das Fernsehen zu abartig waren. Darunter auch eine Idee von mir. Ich hatte sie niemals eingereicht, sie war dafür bestimmt, sie auf diesem Blog zum Besten zu geben. Ihre Zeit ist nun gekommen :

Herausforderungen die “Wetten, dass…” noch gefehlt haben :

  • Die vom an der dafür bedachten Stelle platzierten OhMiBod ausgehenden Vibrationen interpretieren und den richtigen Songs zuordnen
  • Anhand des Geruches ihrer Efflationen ermitteln, welche Speisen eine Person zu sich genommen hat.

Ich zitiere :

ich am Geruch der Rülpser meines Freundes erkennen kann, was er gegessen hat. (Martin G. aus R., 22.11.2007)

Nun gut, die Idee mit den Rülpsern hatten viele.

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[1] Keine Sorge, nur ein Schokobad

Guckt mal : drunksprout.com, Ein finde ich sehr guter, informativer und sorgfältig recherchierter Blog der viele, darunter auch nicht 0-8-15-Themen im Bereich Veganismus aufgreift. Sehr lesenswert, vor allem dank dem Humor, den der oder die Autor/in gerne ihn die Artikel einbaut.

Wer sein Eigenheim pimpen möchte, Ideen und Inspiration sucht aber keine Lust auf Hipster-Bobo-Pinterest hat, dem kann ich nur cooledeko.de empfehlen. Gesagt sei, dass sich hier und da wirklich unbrauchbare Lifestyle-Sachen wie “Die schönsten Schlösser” oder Brautfrisuren reinschleichen und einige Bilder eine miserabler Qualität dabei sind.

Sollte jetzt noch jemand vorhaben, zu einem Festival, das ist eine Veranstaltung, wo man im Zelt schläft, viel schwitzt, nie duscht und betrunken zu lauter Musik durch den Gatsch* hüpft, zu pilgern, kann sich als Tussi sowohl männlichen oder weiblichen Geschlechts ja diesen Festival-Survival-Guide auf Noisey durchlesen.

*Schlamm

Jetzt wird es kinky. Auf thecasualsexproject.com kann man anonym seine aufregendsten und/oder schrecklichsten Bettgeschichten einreichen. Oder man traut sich nicht so recht oder hat gar überhaupt nichts mitzuteilen. Dann sucht man sich einfach was Lustiges raus und lässt sich animieren auch mal die Sau rauszulassen.

The Quiet Place und The Dawn Room gehören zum gleichen Projekt. Erstere Seite ermöglicht es dem User sich im Vollbildmodus für einen kleinen Moment vom Roboter-Stress-Hetz-Alltag auszuloggen und wieder zur Ruhe zu kommen. Der Dawn Room ist dazu da, dass traurige oder depressive Menschen mit Internetanschluss schöne Dinge gesagt bekommen und sich geliebt fühlen können. Schön, nicht ?

Wer Kamelopedia kennt, mag und zufällig noch vegan lebt, der wird sich beim Lesen der folgenden drei Einträge kaputt lachen. Wer Kamelopedia nicht kennt, aber ohne tierliche Produkte lebt, der sollte sich die folgenden Seiten mal ansehen. Wer Kamelopedia nicht kennt und auch nichts für Tiere übrig hat, kann trotzdem mal reinsehen. Und wer Kamelopedia kennt aber nicht mag, sollte jetzt aber ganz schnell weg hier.

Zum Abschluss die mit Abstand witzigste Art sich fit zu halten :

Wir hüpfen über die Wiese. Wir machen überaus elegante Bewegungen mit unseren Armen. Wir vertreiben die Tiere in unserer näheren Umgebung. Wir wacheln Insekten und Hornissen weg, die gar nicht da sind. Wir sind eins mit der Natur. Wir schämen uns für nichts. Wir prancercisen !

Vor einem der Videos auf der Prancercise-Webseite wird das hier angezeigt, vermutlich geht es um den Cameltoe aus ihrer bekanntesten Aufnahme :

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Im Ernst, die Frau Rohrback hat es drauf. Sich in vorangeschrittenem Alter regelmäßig zu bewegen ist ein Ziel, das sich jeder stecken sollte. Es ist schön, zu sehen, wie viel Spaß die Dame dabei hat.

Und jetzt die Videos …

.. sowie die Bilder …

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Der Korrektheit halber ein Abbildungsverzeichnis :

[1] http://www.tz.de/

[2] http://www.enemy.at/

[3] http://www.antiwitz.at/

[4] http://www.ritsch-renn.com

Schon wieder Trubel um ein Nackerpatzl-Plakat

Die Leute haben es immer mit Genitalien.

Es gilt die Vermutung, wie auch die Tagespresse berichtet hat, folgender Anblick lässt an Homosexualität erkranken :

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Das Vice-Magazin hat Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren zu dem vieldiskutierten Plakat befragt, die Reaktionen waren keinesweges ablehnend oder verklemmt wie die vieler Erwachsener. Wobei man dazusagen muss, dass zum Klientel dieses Magazins sehr lockere Menschen gehören und ich keine Ahnung habe, wo genau sie die Kinder aufgegabelt haben.
Sollte man mit einem jüngeren Stöpselchen (so nenne ich gerne Kleinkinder) daran vorbeikommen, kann man ihm ja einfach sagen, dass es selten aber doch Menschen gibt, die Busen und Penis haben oder keine Brüste, dafür aber eine Vagina zwischen ihren Beinen ist.

Viele Eltern schaffen es ja auch zu vermitteln, den Hund im Haus liebzuhaben und die Kuh am Teller zu essen. Ein Kommentar auf derstandard.at bringt was ich damit sagen will gut zum Punkt :

Interessant, wie viele Menschen mit dem Argument auftreten, sie seien gegen das Plakat, weil “wie sollen sie ihren Kinder das erklären”?

Ich persönlich hätte ein viel größeres Problem damit, einem Kind angesichts eines hungernden Flüchtlingskindes auf einem Plakat zu erklären, warum das Kind von zu Hause flüchten musste und hungern muss. Und warum ich persönlich jetzt nichts dagegen unternehmen würde? DAS wären unangenehme Fragen für mich.

Haben besagte Eltern damit kein Problem?

Aber mit Fragen neugieriger Kinder, die eine Abweichung von dem feststellen, das sie bisher kannten (und das kommt bei Kindern täglich vor)?

Da scheinen nicht die Kinder das Problem zu haben, sondern die Eltern.

Die FPÖ hat wegen des abgebildeten Hermaphroditen eine Strafanzeige eingebracht. Im Standard-Artikel heißt es dazu :

Kitzmüller beruft sich auf den Paragrafen 2, der besagt, dass pornografische Schrift, Abbildung oder sonstige Darstellung, die “die sittliche oder gesundheitliche Entwicklung jugendlicher Personen durch Reizung der Lüsternheit oder Irreleitung des  zu gefährden, oder einen solchen Film oder Schallträger einer Person unter 16 Jahren gegen Entgelt anbietet oder überlässt”, zu bestrafen sei.

Mit Pornografie hat es aber nichts zu tun. Kein Geschlechtsakt. Keine obszönen Posen. Keine Pornografie.

Und jetzt noch mein Best Of der Kommentare unter dem Artikel :

Die meisten Kinder/Jugendlichen, die sich in Wien so herumtreiben, malen selber Zumpferl auf die Plakate…

 

Wir halten fest: Menschen, die aus hormonellen, gonadalen oder chromosomalen Gründen mit dem intersexuellen Syndrom geboren wurden, sind, zumindest, wenn sie bildlich dargestellt werden, eine “Gefahr für Kinder”. Was kommt als nächstes? Rollstuhlfahrer? Die haben Räder statt Beine! Blinde? Die haben Hunde statt Augen! Taube? Die benutzen eine Geheimsprache, die man als “Normaler” nicht versteht…

Unerhört, sowas muss von Volkes Zorn hinweggefegt werden! Noch viel zu tun für FPÖ und Kronen Zeitung… Los, los, …

 

mit einer nackten frau und einem “zwitter” hat die liebe FPÖ ein problem.
keine probleme hat sie offensichtlich mit

-) vorbestraften in ihrer partei
-) leute am rechten rand
-) spiele wo man “Moscheen stoppen muss”
-) 218 “bedauerliche Einzelfälle im zusammenhang mit der politischen gesinnung von parteimitglieder”
-) Verhetzungstexte in Zeitschriften/Internet etc.
-) ein Bundesparteiobmann der mit schlagstock “paintball” spielte
-) Korruption von parteinnahen personen
-) Hypodebakel / Buwog!

Best Of DerStandard.at Teil III

Fremdschämen im Daily-Soap-Mantel

Zubereitung :

  1. Link klicken.
  2. Stehts auf “Weiter” drücken und die Bildunterschriften lesen.
  3. facepalm
  4. Kopfschmerztabletten einwerfen oder ins Bett gehen.

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Coming Out : Es wird besser

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An unseren Äpfeln klebt Blut, Leute

Den Gedanken hegt zumindest ein Paleo-Mensch

Und das sagt der Standard dazu.

Oh nein.

edit : Bitte besonders auf die Kommentare zu diesem Posting achten.

edit2 : Um es hier im Posting zu haben, mit dem Titel und meinem “Oh nein.” nehme ich die Leute, die sich durch sowas angegriffen fühlen, aufs Korn.

Wie man sein Fett wieder los wird

Da ist es also passiert. Man nahm sich vor, die Finger von Weihnachtsgebäck und dem ganzen fettigen Zeugs zu lassen und dann das. Sieben Kilo mehr zeigt die Waage seit Anfang November. Schande.

Was tun wir also dagegen ?

Kürzlich hat der Konsument ein paar mehr-oder-weniger-Crash-Diäten getestet :

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Darüber hat auch der Standard berichtet.

Und einen sehr unterhaltsamen Kolumneneintrag von Alois Grasböck gab es auch :

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Auch die Tagespresse hat einen Ratgeber zum Verlieren überflüssiger Weihnachtspfunde online gestellt.

Weiters empfiehlt Frau Weltmacht :

Bis zu 50kg weniger in 30 Minuten
Trennen Sie sich von all Ihren Extremitäten

You’re Beautiful, Now Change