Vier Jahre und 148 Leben

4y_graveyard

[1]

Genau heute vor vier Jahren beschlossen der Veganismus und ich es miteinander zu versuchen. Ich kann mich noch genau erinnern wie ich mir Reismilch-Schokolade und Fruchthütchen, die von Seitenbacher, bestellte und merkwürdige Rezepte aus dem Internet suchte. Ihr wisst schon, solche mit Quinoa und Agar Agar.

Laut Statistik “rettet” man als Veganer 37 Schweinen, Kühen, Hühnern und Co das Leben, das heißt in diesen vier Jahren mussten 148 Tiere nicht für mich sterben. Sozusagen.

Zum ersten Mal kennen gelernt haben wir uns an einem Stand der VGÖ zu Ostern. Dort lagen allerlei Broschüren zum Thema Veganismus auf. Die Hintergründe der Eiproduktion, was es mit Kühen die das ganze Jahr Milch geben auf sich hat und weiteres. Wirklich überzeugt hatte mich ein veganer Muffin den ich dort bekam. Meine Leidenschaft war entfacht. Die nächsten zwei Monate hatten wir nur eine kleine Affäre am Laufen, immer wieder griff ich trotzdem noch zu Milchprodukten und Eiern. Dann beschloss ich schließlich es offiziell zu machen. Der Veganismus und ich, wir sind ein Paar.

Die Süßigkeiten waren schnell weg und ich hatte null Ahnung worauf ich jetzt eigentlich achten muss und wie zum Teufel man Kuchen OHNE Eier macht. Das kam aber mit der Zeit und auch das Einkaufen fiel mir nicht mehr allzu schwer nachdem ich die Zutatenliste von jedem einzelnen verarbeiteten Fertigprodukt kannte.

Meine Superkräfte habe ich schnell verloren, immer wieder war in meinem Essen Ei und/ oder Milch drin. Zum Beispiel in den VEGGIE Patties von Subway. Oder Sardellen einer Currypaste. Außerdem hat mein Mitgefühl für Tiere immer wieder nachgelassen und ich “probierte” wie es meinem Körper mit einem Becher Joghurt geht.
Einmal hatte ich sogar eine Paleo-Phase. Da hatte ich Huhn, Thunfisch aus der Dose, Lachsmaki und Mandeln zu essen. Mir ging es so dermaßen dreckig und ich hatte dauernd Appetit obwohl mir gleichzeitig ganz mulmig im Bauch war dass ich nach zwei Tagen davon überzeugt war dass nur der Veganismus der einzig wahre Lebensgefährte für mich sein könnte.

4y_veganpolice

[2]

Heute arbeite ich sogar samstags in einem veganen Supermarkt, dem Vegan Maran oder Maran Vegan und bin überaus zufrieden dort. Es ist einfach angenehm nichts Ekelhaftes, gut, über die veganen Garnelen kann man streiten, über die Kasse zu ziehen und sich fragen ob sich der Kunde bewusst ist, was der damit unterstützt. Außerdem haben wir sehr viel Bio-Zeug und immer wieder neue Produkte.

4y_riesengarnelen

[3]

Bis zum Fünfjährigen dann !

Oh ja, da sind ja noch zwei Bilder von Munchkin-Karten, die zum Thema :

4y_munchkin_bananenfu

[4]

4y_munchkin_veganerin

[5]

Quellen :

[1] Unbekannt
[2] http://nintenderp23.deviantart.com
[3] http://www.vantastic-foods.com/
[4] + [5] http://www.worldofmunchkin.com/game/

Advertisements

Vegane Neuigkeiten im Mai 2013

1. Mit meiner Obstesserei komme ich logischerweise nicht oft am Kühlregal vorbei, wenn ich den Supermarkt betrete. Doch aufmerksam, wie ich bin, sind mir kürzlich ein paar neue Artikel der Spar Veggie-Produktlinie ins Auge gesprungen :

vn_0513_04 vn_0513_05 vn_0513_06 vn_0513_07

2. Die Veggie Street Parade :vn_0513_02

3. Ein Artikel im Biorama : “Eine lautstarke Minderheit” – Seite 63

vn_0513_01

4. Die Fotos von der Green Expo und dem Vegan Bake Sale sind online.

5. http://ble.at/ – Pinterest in vegan

6. Eine Umfrage des Konsumenten :

vn_0513_03

Veggieplanet Salzburg – Ein Nachtrag

Zum Zeitpunkt des Verfassens des folgenden Textes war ich enttäuscht, zynisch und angriffslustig, deshalb habe ich mich bewusst dazu entschlossen, noch abzuwarten, bevor ich den Erlebnisbericht online stelle. In Wirklichkeit vergaß ich darauf.

Die Zeit, die inzwischen verstrichen ist, hat eine objektivierende Distanz zwischen mir und besagtem Tag auf der Messe geschaffen, trotzdem lasse ich das Niedergeschriebene unverändert und mache nur im Vorhinein ein paar Anmerkungen, die ihm hoffentlich die Härte und den Wind aus den Segeln nehmen.

Nach der riesigen Biofach in Nürnberg hatte ich wohl zu hohe Erwartungen an die Veggie Planet gesetzt und daran zu denken, was für ein Aufwand hinter ihr steckt und was es für ein enormer Fortschritt ist, dass überhaupt eine vegane Messe in Österreich veranstaltet wird, wo es vor einigen Jahren nicht einmal Tofu im Supermarkt zu kaufen gab, von einer Produktpalette, ausgerichtet auf tierleidfreie/eindämmende Ernährung ganz zu schweigen, wäre mir damals, in meinem Groll sicherlich nicht in den Sinn gekommen.

Es steckt viel Potenzial in diesem Event, das in den nächsten Jahren sicherlich mehr genutzt wird und vielleicht haben wir schon bald eine ganze Halle der Messe Wien voll mit Vegan-Content . Ohne Eso-Schwurbeleien.

Frau Weltmacht auf der Veggie Planet Salzburg (16.-17.3.2013)

Dieses Wochenende wurde einmal wieder unter Beweis gestellt, was sich alles “Messe” nennen darf. Es geht um die Veggie Planet, die gleichzeitig mit der Paracelsus-Gesundheitsmesse in Salzburg stattfand.

Nachdem man stolze 12 Euro für ein Tagesticket hingeblättert hat, erhascht man auf dem Weg zur kostenfreien, auf geschätzte zehn Besucher eingestellten Garderobe, einen kleinen Blick auf die Ausstellungshalle. Dieser reicht beinahe aus, um alles gesehen zu haben. Wer sich nun traut, zwischen den offenbar nach dem Feng Shui der Eichhörnchen angeordneten Ständen umherzuwandern, darf sich zwar zahlreicher Kostproben erfreuen, doch die großen Novitäten blieben aus. Die EsoterikGesundheitsabteilung gleicht einem einzigen Kuriositätenkabinett.

Menschen werden von einem selbsternannten indischen Priester brutalst zusammengeschlagen, das aktiviert die Selbstheilungskräfte. Tut es auch, spätestens, wenn der Gips drauf ist. Magische Pendel, Lustige Anhängerchen, ätherische Wunderessenzen und dergleichen werden zu astronomischen Preisen an die Glaubensanhänger gebracht. Denn wer will denn nicht die Erleuchtung finden, unsterblich werden, Superkräfte erlangen oder endlich all die verlorenen Socken in der Waschmaschine finden ?

Mit Microsoft Word erstellte Infobroschüren, geschrieben in der allseits beliebten Font “Comic Sans MS“, die nur so vor verpixelten Stock-Bildern strotzen, liegen in millionenfacher Auflage auf den Tischen und warten darauf von leicht Manipulierbaren gelesen zu werden, in der Hoffnung, dass man die Workshops und Kurse bucht, die den nächsten Thailand-Aufenthalt der Scharlatane finanzieren. Das einzig Tröstende war die Tatsache, dass weder versucht wurde, einem was aufzuschwatzen, noch zwang man uns zu bleiben. Vielleicht lag es auch an unserer AuraAusstrahlung und an den ablehnenden Schwingungen, die von meiner Wenigkeit ausgingen.

Jetzt habe ich noch kein Wort über die Pflanzenmesse verloren. Nachdem wir ein paar Aussteller passiert hatten, standen wir auch schon beim Vortragsplätzchen. Für eine richtige Bühne hat wohl das Budget nicht gereicht. Da sprang einem auch schon die Vortragende, die während der Rede ihr Kind stillte, ins Auge. Chapeau !

In die Showküche stellte man die wortgewandte Heather Mills. Nach den Sätzen “Now we need some Knoblauch” und “Roasting the Knoblauch until it turns translucent” fiel es ihr wieder ein und sie addete schließlich the garlic. Alexander bekam nach der Aufregung Hunger und zeigte sich mir mit meinen Bananen gegenüber solidarisch und besorgte sich ebenfalls Essbares. Seine Wahl fiel auf einen veganen Fünf-Euro-Döner bei Makam. Nachdem er zu zwei Dritteln fertig war, fand er endlich die Seitan-Füllung, die sich, wenig, wie sie war, im hintersten Eckchen versteckt hatte. “So viel wie reingeht” ließ er beim Ordern anmerken.

Nach diesem einstündigen Aufenthalt verließen wir die Messe. Fest entschlossen, nie wieder zu kommen. Statt weiter kostbare Zeit zu vergeuden, begannen wir, quer durch Salzburg zu laufen, Berge zu erklimmen, Parkhäuser zu besichtigen, Tee zu trinken, Toiletten aufzusuchen, in die Salzach zu schauen und trotz Kamera im Gepäck, kein einziges Foto von der kleinen Stadt im verschneiten Gebirge zu machen.

veggieplanetsalzburg2013

Nicht geil : Subway Veggie Patties

Die Veggie Patties bei Subway enthalten Eier. Das hat mir bei der Imbisskette niemand gesagt, nachdem ich gefragt hatte. Es hieß nur “Ja, die sind vegan.”. Danke.

Es folgt : Die Zutatenliste der Subway Veggie Patties

vegetables (mushrooms, water chestnuts, onions, carrots, green and red bell peppers, black olives), textured vegetable protein (soy protein concentrate, wheat gluten, water for hydration), egg whites, cooked brown rice, rolled oats, corn oil, calcium caseinate, soy sauce (water, soybeans, salt, wheat), contains 2% or less of onion powder, corn starch, salt, hydrolyzed corn, soy and wheat protein, autolyzed yeast extract, natural flavors from non-meat sources, sugar, soy protein isolate, spices, garlic powder, dextrose, jalapeno pepper powder, celery extract

Das Schlimme ist, dass ich sie etwa drei Male gegessen habe, seit ich mich vegan ernähre.

Der Weltvegetariertag 2012

Wie der Homeveganer bereits >hier< bei Mausflau’s Beitrag zum Weltvegetariertag anmerkte, sollte der pflichtbewusste Veganer gerade heute die Vegetarier in seinem Umfeld auf die Auswirkungen seines Lebensmittelkonsumverhaltens aufmerksam machen.

Siehe : “Es wird eng für die Veggies”

Off the couch, fatass ! – Sunday #17

Thema “Metabolic Pathways”

Einleitungstext : http://nuit-blanche.blogspot.co.at/2011/11/instances-of-null-spaces-can.html

http://web.expasy.org/cgi-bin/pathways/show_thumbnails.pl

***

***

GOOD – BETTER – WORSE