Wie man seinem Omnivoren einen Bären aufbindet

1. Entdecke im Supermarkt einen neuen Sojayoghurt in seinem Lieblingsgeschmack und nimm ihn mit. Lass dich aber nicht beim Diebstahl erwischen.

2. Stelle fest, dass nirgends auf der Packung “Soja” steht, außer kleingedruckt bei den Zutaten und sei dir sicher, dass er die Marke “alpro” nicht kennt.

3. Setz ihm den Yoghurt vor und warte auf seine Reaktion.

4. Es schmeckt also ? “Lass mich auch mal probieren.” – “Darfst du das denn, da ist Milch drin …” Grins ihn verschmitzt an und entlüfte das dunkle Geheimnis des veganen Yoghurts.

5. Sieh ihm stolz dabei zu, wie er den Becher leert und Stunden danach noch satt ist. Muss wohl am Fett liegen. 5,9 g auf 100 geht in die Substanz.

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Massig Fett und viele gute Sachen in dem Yoghurt. Man beachte Aroma und natürliches Aroma. “Ghupft wie ghatscht” sagt man hierzulande.

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Ein leeres Becherchen.

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Wie Massenmord

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Moment mal ! Da stimmt doch etwas nicht. Als ich das letzte Mal ein vegetarisches Heirler-Produkt in der Hand hielt und die Zutatenliste las, fiel mir augenblicklich mein Problem auf* :

Wasser, Sojabohnen entfettet (18%), Zwiebeln, Sonnenblumenöl, Hühnereieiweiß, Kartoffelstärke, Weizenmehl, Salz, Rohrzucker, Gelbsenfsaat, Brantweinessig, Verdickungsmittel Guarkernmehl, Knoblauch, Pastinaken, Braunsenfsaat, Gewürze, Röstmalz, Estragon

* abgesehen davon, dass ich mich frage, was denn zum Teufel Röstmalz sein soll

So so, kein Huhn also. Sollte das nicht “Produkte” vom Geflügeltierchen ausschließen ? Warum denn so kleinlich sein ? Schmeißen wir auch gleich Schweinefleisch rein, unser Bild zeigt ja bloß ein Ferkel, den Zusatz, dass unsere Produkte kein Fleisch enthalten, nehmen wir einfach wieder weg, das liest sowieso keiner.

Wenn ich etwas nicht mag, dann ist es Werbung, die noch manipulativer und irreführender daherkommt, als der Rest sowieso schon ist.

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Zum Thema Huhn habe ich auch noch etwas in meinem Fundus entdeckt : Ein Artikel aus der Schrot&Korn-Ausgabe im März 2012.

ich_bin_so_froh_kein_huhn_zu_sein

Abgezapft ist es !

Jahr für Jahr frage ich mich, wieso das Oktoberfest schon im September anfängt.

Veganer Kartoffelkäse/Erdäpflkas

Das hier war ganz allein meine Idee !

  • 300g Kartoffeln

kochen und zerdrücken.

  • 150g Tofu

mit

  • 1 EL Wasser
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Öl, optional
  • Salz, Pfeffer

pürieren

  • 1/2 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 EL Schnittlauch

mit Kartoffeln und Tofucreme vermengen. Mit Schnittlauch garnieren.

Obatzda

Die Idee für den veganen Obatzden habe ich dem veganen nom gestohlen. Meine Version hier ist ein weiteres Mal stark abgewandelt, sie enthält weitaus weniger Fett und somit auch Kalorien. Lena von Loving Vegan wartet bereits seit meinem ersten Vegan Wednesday Mitte August auf dieses Rezept, ich hoffe nur, ich werde ihren Anforderungen an den veganisierten Obatzden gerecht.

  • 250g Räuchertofu
  • 50ml Wasser
  • 1 EL Hefeflocken
  • 1 Msp. Paprikapulver
  • 1 EL Senf
  • Salz, Pfeffer
  • Schnittlauch

Alle Zutaten gründlich mixen/pürieren. Mit Schnittlauch bestreut servieren.

Vollkornbrezeln

An Laugenbrezeln werde ich mich wohl erst nächstes Jahr herantrauen. Ich hatte es nie sonderlich mit Chemiebaukästen. Wochenlang verfolgten mich Gedanken wie Kupfersulfat an den Fingern zu haben oder aus Versehen zum Mutanten zu werden (nicht so ein cooler wie bei X-Men, eher etwas in Richtung Silent Hill).

  • 250g Vollkornmehl
  • 100ml warmes Wasser
  • 130ml Pflanzenmilch/Wasser ebenfalls möglich
  • 10ml Öl
  • 1/2TL Trockenhefe/germ
  • Spritzer Zitronensaft
  • Prise Salz

Zutaten vermengen und gut durchkneten. 30 Minuten rasten lassen und zu Brezeln formen.

Weitere 10 Minuten rasten lassen, mit etwas Öl bepinseln und für 15 Minuten bei 175°C backen.